{"id":174,"date":"2012-12-26T12:15:11","date_gmt":"2012-12-26T10:15:11","guid":{"rendered":"https:\/\/antagonist.info\/?page_id=174"},"modified":"2012-12-26T12:15:11","modified_gmt":"2012-12-26T10:15:11","slug":"w-o-a-metal-battle-bericht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/antagonist.info\/?page_id=174","title":{"rendered":"W.O.A. Metal Battle Bericht"},"content":{"rendered":"<p>Wer kennt ihn nicht, den Wacken:Metal:Battle, der allj\u00e4hrlich stattfindet, um einer der antretenden Newcomerbands einen Auftritt auf dem legend\u00e4ren Metal-Festival zu verschaffen. So gewannen 2006 Drone aus Celle den begehrten Auftritt und schafften es auf diese Weise, ihr Ansehen in der Szene zu erh\u00f6hen.Auch dieses Jahr gaben sich in der Osnabr\u00fccker Lagerhalle sechs Bands aus Niedersachsen die Ehre um zu ermitteln, wer die Besten seien und wer dieses im Nordderby am 05.Mai .2007 in Hannover auch unter Beweis stellen soll.<\/p>\n<p>Es legten als erste Antagonist aus Bremen los, die uns ausgefeilten Thrash Metal um die Ohren knallten. Schade nur, dass sich zu Beginn nur ca. 20 Leute vor der B\u00fchne aufhielten. Headbangend zeigte das Quartett, was in ihm steckte und trotz der treibenden H\u00e4rte konnte man die Vocals relativ gut verstehen. Das lockte auch noch weitere Metalheads in den Zuschauerraum, so dass sich w\u00e4hrend des ersten Songs die Zuschauerzahl knapp verdoppelte. Die Mucke gefiel, so dass ich von leicht doomigen Anleihen \u00fcber dampfwalzenm\u00e4\u00dfig treibende Drums bis zu melodischen Anleihen alles passend und \u00fcberzeugend fand. Antagonist gaben mit viel Dynamik Stoff und waren meine absoluten Favoriten des Abends. Mit etwas Sprechgesang und einem l\u00e4ngeren Instumentalteil, gew\u00fcrzt mit Tamburin, leitete die Band dann ihr Set aus und \u00fcbergab das Mikro an Wasteland.<\/p>\n<p>Mit zun\u00e4chst stark an Metallica erinnernden Riffs starteten die f\u00fcnf Wolfsburger ihr Set. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich immerhin schon 40 Leute im Saal und zwei ganz Mutige waren sogar am Headbangen. Mit dynamischem Stageacting und teilweise weiterhin musikalisch nahe an Metallica gab das Quintett alles.Dabei variierten die Vocals interessanterweise von Growling bis zu Gekeife, was mich zun\u00e4chst etwas verwirrte. Das Drumming \u00fcberzeugte durch Tempo, Druck und Dynamik, so dass nach dem ersten Song sogar \u201eWasteland\u201c-Rufe zu h\u00f6ren waren. Gro\u00dfes Plus dieser Band waren die stark variierenden Passagen, allerdings stagnierten die Zuschauerzahlen bei ca. 50. Nicht so \u00fcberzeugend fand ich die Songtitel, aber da kommt wohl mein pr\u00fcdes Gem\u00fct durch.<\/p>\n<p>Nach einer Umbaupause legten dann D.A.M.N. los, die als Einzige mit einem weiblichen Part in ihrer Besetzung aufwarteten und bereits durch ihre Fronterin an Holy Moses und Cripper erinnerten. Nach einem A-Team Intro deathten die f\u00fcnf Deathcorer, die auch letztes Jahr schon in der Lagerhalle gespielt hatten, dann los und rissen die mittlerweile knapp 60 Leute und Fans im Saal teilweise mit. Aber trotz der N\u00e4he zu Holy Moses \u00fcberzeugten die Vocals nicht so richtig, es gab relativ wenig Variation und die Songs waren alle ziemlich gleich gestrickt, so dass etwas Monotonie aufkam. M\u00f6glicherweise bekam ich deshalb gar nicht mit, dass der erste Song auf Deutsch gesungen wurde\u2026<br \/>\nIn Sachen Stageacting waren die Braunschweiger das Highlight des Abends, die Abstimmung der Bewegungen war perfekt und passte ideal zum Sound.<br \/>\nSchade war allerdings die fehlende Abwechslung und die geringe Auflockerung in dem harten Soundbrett, dass einem geboten wurde. Auch die Ansagen in den Pausen sind deutlich verbesserungsw\u00fcrdig (was allerdings f\u00fcr alle sechs Teilnehmer dieses Abends gilt). Insgesamt lieferten die f\u00fcnf keine schlechte Leistung ab, allerdings konnten sie auch nicht mit etwas Neuem oder \u00dcberraschenden punkten. Schade.<\/p>\n<p>Gefolgt wurde von Magna Mortalis, die damit ihren bisher zweiten Auftritt gekonnt absolvierten. Gr\u00f6\u00dfter Pluspunkt war der Fronter, der abging wie ein Tier und so seine Vocals absolut \u00fcberzeugend transportierte. Leider waren Bassist und Gitarrist hinsichtlich des Acting etwas steif, spielten daf\u00fcr jedoch einwandfrei, so dass die Musik mir nur so um die Ohren krachte.<\/p>\n<p>Es hielten sich auch weiterhin ca. 60 Leute im Saal auf, darunter jedoch h\u00f6chstens 35 zahlende, was etwas schade war.<\/p>\n<p>Erst Magna Mortalis versuchten dann auch gezielt, die \u201eMenge\u201c vor die B\u00fchne zu locken. Die Mucke war dabei hart, aggressiv, von klebrig bis treibend. Die Kombination gelang und so war auch diese Band einer meiner Favoriten an diesem Abend. Vor allem die \u201ek\u00fcrzeste Ballade der Welt\u201c war interessant und die Mucke war absolut zum headbangen geeignet.<\/p>\n<p>Weiter ging es dann mit den, wie sich sp\u00e4ter herausstellte, Gewinnern des Abends: Obscure aus Wolfsburg thrashten die B\u00fchne. Schon beim Intro waren sie sehr kraftvoll und hatten auch einige Fans mitgebracht, die zu einer erheblichen Ver\u00e4nderung der Atmosph\u00e4re vor der B\u00fchne beitrugen.<\/p>\n<p>Das Gesamtkonzept der Jungs war stimmig, und auch, wenn ab und an unsauber gespielt wurde, wussten die vier Jungmetaller zu begeistern. Vor allem die abwechslungsreiche Struktur und die griffigen Vocals, die von cleanen zu gegrowlten Parts wechselten, kamen gut an, zun\u00e4chst immer untermalt von einer treibenden Doublebase. Unbedingt hatten die Jungs die bewegungsreichste Show des Abends.<br \/>\nGegen Ende des Sets bildete sich aus den Bangern vor der B\u00fchne gar ein kleiner Circlepit, der in eine Poge ausartete. Auch eine kleine Wall of Death wurde gestartet, aber leider reichten die Fans daf\u00fcr dann doch nicht aus. Insgesamt war es ein gelungener Auftritt, der f\u00fcr mich ohne Frage das Highlight des Abends war. Dennoch ist er noch stark verbesserungsw\u00fcrdig, damit die Jungens dann am 05.Mai in Hannover die restlichen Bands \u00fcbertrumpfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als letzte Band in der Konkurrenz gaben sich Cast in Silence die Ehre, wobei leider im gesamten Saal nur noch ca. 30 Zuschauer anwesend waren und vor der B\u00fchne gar nur noch 10 standen.<\/p>\n<p>Mein Kollege meinte, ihr erster Track erinnere an System Of A Down und nahm sogar ein Cover an. Ich kann das absolut nicht beurteilen, da ich &#8211; Asche \u00fcber mein Haupt &#8211; System Of A Down nicht h\u00f6re.<\/p>\n<p>Generell kamen die Songs ruhiger r\u00fcber, auch wenn die musikalischen Parts, vor allem das Drumming, viel Druck machten und immer die Erwartung hervorriefen, das auch der Fronter bald abgehen w\u00fcrde &#8211; was er freilich nicht tat. Mittlerweile hatten auch die drau\u00dfen Sitzenden erkannt, dass es weiterging, und der Saal f\u00fcllte sich wieder.<\/p>\n<p>Das Hardcorebrett, das den musikalischen Aspekt stark pr\u00e4gte, und die eher ruhigen Vocals erschienen mir nicht ganz zu passen, wobei mir jemand zufl\u00fcstere, dass man Cast In Silence gut mit Pantera oder Sepultura vergleichen k\u00f6nne- aber die h\u00f6re ich auch nicht. Somit bin ich wohl nicht die Richtige, um die Mucke der Metalcorer aus dem sch\u00f6nen Harz zu beurteilen.<\/p>\n<p>Drone alter!!! Als n\u00e4chstes gaben sich Drone aus Celle die Ehre, die das letztj\u00e4hrige Metal Battle gewinnen konnten und so auch auf dem Wacken spielen durften. Nach einem amosph\u00e4rischen Intro und einem geilen Auftritt sowie brillantem Stageacting war es gut, dass sie au\u00dfer Konkurrenz spielten, sonst h\u00e4tten sie auch dieses Mal sicherlich gewonnen.<\/p>\n<p>Man merkte den Jungs die Professionalit\u00e4t, die sie sich erspielt haben, sofort an und daher war es nicht verwunderlich, dass sich nun die h\u00f6chste Zuschauerdichte des Abends vor der B\u00fchne ansammelte. Das Auftreten war viel selbstverst\u00e4ndlicher, die Ansprachen sauberer und durchdachter als die der sechs vorigen Bands und das Stageacting sehr stimmig. Es gab dann auch noch eine, von der \u201eMenge\u201c geforderte Zugabe. Da kann ich nur sagen: DRONE ALTER!<\/p>\n<p>Dann verk\u00fcndete die Jury, die in der Zwischenzeit beraten hatte, dass die Jungs von Obscure ins Nordderby einziehen w\u00fcrden \u2013 allerdings mit dem kritischen Hinweis, dass ganz generell eine schwache Leistung der Bands vorgelegen habe- was ich pers\u00f6nlich so allerdings nicht unterschreiben w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Generell war es schade, dass keine Osnabr\u00fccker Band vertreten war, was die relativ geringe Zuschauerdichte plausibel erkl\u00e4ren w\u00fcrde. Also, liebe Bands aus Osna: n\u00e4chstes Jahr anmelden und dann viele Leute anziehen, damit die Stimmung wieder hochkochen kann wie im letzten Jahr!<\/p>\n<p>Setlist Antagonist:<br \/>\n01. The Fall Of Mankind<br \/>\n02. Civitas Dei<br \/>\n03. Mondblut<br \/>\n04. Gathering Storm<\/p>\n<p>Setlist Wasteland:<br \/>\n01. Savoury Human Body Parts<br \/>\n02. Merciless Sluthunt<br \/>\n03. Demon<br \/>\n04. Break Choke Dance<br \/>\n05. Gang- Bang- Bitchcraft<\/p>\n<p>Setlist D.A.M.N.:<br \/>\n01. Tr\u00e4nen der Einsamkeit<br \/>\n02. Close To The Border<br \/>\n03. \u201eNeuer Song ohne Titel\u201c<\/p>\n<p>Setlist Magna Mortalis:<br \/>\n01. Of Man\u2019s Defeat<br \/>\n02. Crypts of Knowledge<br \/>\n03. Anthithesis of Creation<br \/>\n04. Onward Into Agony<br \/>\n05. Flaming Rain<\/p>\n<p>Setlist Obscure:<br \/>\n01. Enough Is Enough<br \/>\n02. Feel The Epidemic<br \/>\n03. 7 Faces<br \/>\n04. Between The Masser<br \/>\n05. Unreachable<\/p>\n<p>Setlist Cast In Silence:<br \/>\n01. 2 Minutes Hate<br \/>\n02. Last Straw<br \/>\n03. If Morning Never Comes<br \/>\n04. Where There Is No Darkness<br \/>\n05. Misery Inn<\/p>\n<p>Setlist Drone:<br \/>\n01. High Octane<br \/>\n02. Stampmark<br \/>\n03. Chainsaw Symphony<br \/>\n04. One In A Million<br \/>\n05. Theopractical<br \/>\n06. Welcome To The Pit<br \/>\nZugabe:<br \/>\nLive Of Riley.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer kennt ihn nicht, den Wacken:Metal:Battle, der allj\u00e4hrlich stattfindet, um einer der antretenden Newcomerbands einen Auftritt auf dem legend\u00e4ren Metal-Festival zu verschaffen. 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